schulprobleme behandeln

Schulprobleme bei Kindern und Jugendlichen nehmen in den letzten Jahren stetig zu. Gründe hierfür können die verkürzte Schuldauer sowie die Stigmatisierung einzelner Schulformen und damit verbunden ein steigender Leistungsanspruch an die Schülerinnen und Schüler sein. Der Druck wächst, und Versagensängste bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu. Dies führt immer wieder zu Schulängsten und im extremen Fall zu Schulabsentismus.

 

In diesen Fällen kann es für Betroffene hilfreich sein, sich in einem bewertungsfreien Raum wie dem kunsttherapeutischen Atelier auszudrücken. Vorhandene Ressourcen können gestärkt, alternative Handlungsstrategien erlebt und spielerisch (kreative) Lösungen gefunden werden. Gleichzeitig können der Selbstwert und die Selbstsicherheit von Kindern und Jugendlichen aufgebaut und gesteigert werden, um dadurch den Anforderungen besser begegnen zu können.


Von einer Schulphobie wird gesprochen, wenn das Kind oder der Jugendliche aufgrund von Trennungsängsten die Schule nicht mehr besucht (siehe „KONFLIKTE UND DAMIT VERBUNDENE EMOTIONEN VERSTEHEN UND VERÄNDERN“). In diesem Fall steht die Behandlung der Trennungsangst und der damit verknüpften Teilaspekte und innerseelischen Konflikte im Vordergrund. In der Kunsttherapie kann dann z.B. gezielt an der Autonomieförderung und der Selbstsicherheit des Kindes sowie an alternativen, unterstützenden Konfliktlösungsstrategien gearbeitet werden.


Immer häufiger wird bei Kindern und Jugendlichen ein ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) diagnostiziert. Die Betroffenen leiden unter Konzentrationsproblemen, sind leicht ablenkbar und haben kurze Aufmerksamkeitsspannen. Diese Belastungsfaktoren führen in den meisten Fällen zu Schwierigkeiten in der Schule, die dann z.B. in schlechten Noten oder der Empfehlung eines Schulwechsels sichtbar werden. In vielen Verläufen bleibt eine komplementäre Behandlung auf die Gabe von Psychopharmaka beschränkt. Es gibt jedoch viele theoretische Ansätze, die in der ADHS-Problematik, in der Unfähigkeit zur Konzentration sowie in der gesteigerten Bewegungsnotwendigkeit auch die unausgereifte Fähigkeit des Kindes erkennen, innere Spannungszustände selbst wahrzunehmen und in einer sozial angemessenen Form, z.B. über den sprachlichen Ausdruck, darzulegen.

 

Kunsttherapie kann diesen Kindern dabei helfen, ihre verborgenen Gefühle über den kreativen Ausdruck kennenzulernen. Gerade die Jungs scheitern in unserer gegenwärtigen Zeit und Gesellschaft daran, die eigene Sensibilität, den eigenen Schmerz, die eigene Angst (z.B. vor Unzulänglichkeit) vor sich selbst und vor allem vor anderen anzunehmen und zu ertragen. Die bereits erwähnte sorgsame Begleitung, die therapeutische Unterstützung und die Annahme dieser Gefühlszustände durch ein Gegenüber können hier zu einer schrittweisen Veränderungen beitragen, sodass die tiefen Gefühle nicht mehr über die hypermotorische Bewegung und die Ablenkung und Zerstreuung zur Darstellung kommen müssen. Des Weiteren kann die Kunsttherapie die Kinder und Jugendlichen in den Herausforderungen des (Schul-) Alltags unterstützen. Hierbei kann es wichtig sein, den Betroffenen in einem strukturierten Setting die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Erfolgserlebnissen zu ermöglichen und dadurch den Selbstwert und das Selbstvertrauen zu stärken.

 

RÜCKBLICK 2018 UND AUSBLICK 2019

Jahresbericht 2018 - Vorschau 2019
20190118_Jahresbericht Kunsttherapie-Net[...]
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UNSER FLYER "KUNSTTHERAPIE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE"

Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche
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Die Einsatzfelder und Potenziale der Kunsttherapie in Beratung, Psychotherapie, Prävention und Entwicklungs-förderung.

 

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